„Kartoffel werden“ Hannover startet große Einbürgerungskampagne

Jeder wie er es verdient. Bald wird man Hannover mit Frankfurt vergleichen können und Frankfurt bald mit Hamburg oder Berlin. Der Migrationswahn wird erst ein Ende haben wenn Deutschland kahlgefressen ist. Erst dann zieht die Karawane weiter.

Stadt macht Werbung für Einbürgerung

Um sie für die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft zu begeistern, geht die Stadt Hannover mit einer neuen Initiative auf Ausländer zu, die die formalen Voraussetzungen für eine Einbürgerung erfüllen. Im Migrationsausschuss stellte Hildegard Struchholz, Leiterin der städtischen Ausländerbehörde, gestern die sogenannte Einbürgerungskampagne vor. Mit ihrer Hilfe will die Verwaltung die zuletzt bundes-, landes- und stadtweit rückläufigen Einbürgerungszahlen wieder aufpäppeln. Zu der Öffentlichkeitsoffensive zählen unter anderem ein 20-minütiger Film, Plakate, ein Anschreiben sowie Flugblätter, die Besuchern der Ausländerbehörde ans Herz gelegt werden sollen. Das Anschreiben von Oberbürgermeister Stephan Weil will die Stadt überdies an jene Ausländer, die selten Kontakt zur Behörde haben, per Post verschicken. Das betrifft vor allemEU-Bürger, die einen dauerhaften Aufenthaltsstatus haben. Im Migrationsausschuss zeigte die Verwaltung gestern den Film, den der Verein „Politik zum Anfassen“ gemeinsam mit einer zehnten Schulklasse gedreht hat.

Der Streifen zeigt den Weg der peruanischen Sozialpädagogin Ana Maria Latsch vom ersten Antrag bis zur Einbürgerungszeremonie mit dem Oberbürgermeister. Dabei verschweigen die Filmemacher auch nicht, dass die Einbürgerung einigen bürokratischen Aufwand mit sich bringt. So verlangt die Stadt von Interessierten neben ihren persönlichen Daten auch Angaben über Einkommen, Spracherwerb, bisherige Arbeitgeber und mögliche Vorstrafen. Nicht zuletzt müssen die Anwärter einen Einbürgerungstest bestehen, der manchem Hannoveraner in einer im Film zu sehenden Umfrage der Zehntklässler einige Schwierigkeiten bereitet hat.

Nebenbei lässt der Informationsfilm zahlreiche Neubürger zu Wort kommen. Rechtsanwalt Deniz Horzum etwa sieht die Einbürgerung hauptsächlich als „ein Stück Papier“, während Sportpädagogin Lalesim Ceylan konstatiert: „Dort, wo du lebst, ist deine Heimat. Und ich kenne hier jeden Fleck.“ Ihrem Werk haben die Filmemacher den Titel „Kartoffel werden“ gegeben – jene umgangssprachliche Wendung, die Türken für die Einbürgerung verwenden. Chinesen, informiert der Abspann, sprächen dagegen vom „Banane werden – außen gelb, innen weiß“.

Im vergangenen Jahr nahmen in Hannover 1281 Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft an, 2005 waren es noch 1607 gewesen. Über die Gründe des Rückgangs kann Bereichsleiterin Struchholz nur mutmaßen. Möglicherweise, sagt sie, seien statistische Gründe ausschlaggebend: Immerhin hätten sich seit Änderung der Ausländergesetzgebung vor gut zehn Jahren bereits Tausende Menschen einbürgern lassen, sodass die Gruppe der Anwärter kleiner geworden sei.

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