Pflegeversicherung, bald höherer Beitrag?

Führende Krankenkassen fordern einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung. Immer noch besser als Riester-Pflege und Rösler-Scheiße.

BERLIN. Große Krankenkassen wie Barmer, DAK und TK haben sich für eine Erhöhung des Pflegebeitrags ausgesprochen. Überlegungen der schwarz-gelben Bundesregierung, den erwarteten Anstieg der Pflegekosten allein durch eine obligatorische private Zusatzversicherung (Pflege-Riester) aufzufangen, gingen in die falsche Richtung, sagte der Chef des Verbandes der Ersatzkassen, Christian Zahn. Die Kosten einer solchen Versicherung seien sehr hoch und für die Versicherten „nicht tragbar“. Zahn fordert stattdessen, den je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziertenPflegebeitrag von derzeit 1,95 Prozent des Bruttolohns zu erhöhen, um eine Kapitalreserve direkt bei der Pflegeversicherung aufzubauen. Dies sei deutlich preiswerter, schon weil gesetzliche Kassen anders als die privaten keine Gewinne machen müssten. „Wir sind zudem nicht bereit, die Arbeitgeber aus der Finanzverantwortung für die Sozialversicherung zu entlassen“, sagte Zahn. Dagegenwill die Wirtschaft den Arbeitgeberbeitrag abschaffen und den Pflegebeitrag durch eine von den Versicherten zu zahlende Kopfpauschale ersetzen. Zudem sprach sich Zahn dafür aus, die privaten Pflegekassen mit ihren Rücklagen von 19 Milliarden Euro inden Finanzausgleich mit den gesetzlichen Kassen einzubeziehen. dpa

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