Der Spiegel und seine „Vergesslichkeit“

Spiegelleser wissen mehr. Mag ja sein, aber bekommen sie auch die Wahrheit zu lesen? Oder vielleicht doch nur Halbwahrheiten? I n diesem Fall mit Sicherheit nur die halbe Wahrheit. Ausser vielleicht es ist modern geworden sechs Jahre alte Statistiken als neu zu verkaufen. So wie es der Spiegel in seiner morgigen Ausgabe auf Seite 80 machen wird. Am Freitag den 28.01.2011 veröffentlichte der Schweizer Blick exakt die gleiche Statistik, bzw. Untersuchung der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum Berlin, die anscheinend wirklich erst letzte Woche bekannt gemacht  wurde. Dabei „vergessen“ die „Qualitätsjournalisten“ des Spiegel zu erwähnen, dass sich die Studie auf die Jahre von 1995 bis 2005 bezieht und die Auswertung beachtliche sechs Jahre in Anspruch nahm und somit keinesfalls mehr aktuell ist. Tja, Spiegelleser wissen in der Tat mehr, nur nicht die Wahrheit. Am Ende des Artikels vom Spiegel sehen sie das Originalfoto vom Schweizer Blick. Fällt jemand was auf ?

Die Bundesrepublik Deutschland ist demokratischer als Frankreich, Großbritannien und sogar die Schweiz. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Zürich und des Wissenschaftszentrums Berlin. Die Forscher haben ein „Demokratiebarometer“ entwickelt, einen Index, der misst, wie gut 30 „etablierte Demokratien“ die Prinzipien Freiheit, Gleichheit und Herrschaftskontrolle umsetzen. Primus ist Dänemark, gefolgt von den übrigen skandinavischen Ländern.

Deutschland landete hinter den USA auf Rang elf. Großbritannien und Frankreich schneiden mit Rang 26 und 27 sogar schlechter ab als Italien (Platz 22). „Hintergrund ist, dass es beispielsweise in Frankreich relativ wenige Parteien gibt“, erklärt Marc Bühlmann von der Uni Zürich.

Zudem sei die Mitbestimmung in den Betrieben schwach entwickelt, und es habe immer wieder Berichte über brutale Methoden der Polizei gegeben. Deutschland konnte Pluspunkte sammeln, weil viele Frauen im Parlament sitzen und Gesetzgebung, Rechtsprechung und Regierungsgewalt vorbildlich voneinander getrennt sind.

„Dafür schränken die vielen Veto-Möglichkeiten durch den Bundesrat und das Verfassungsgericht unsere Regierungsfähigkeit ein“, sagt Wolfgang Merkel, der die Demokratieforschung am Wissenschaftszentrum Berlin leitet.

In der Schweiz seien Frauen unterrepräsentiert und die Wahlbeteiligung von einkommensschwachen Schichten sei niedrig. Die umfangreichen Mitbestimmungsrechte würden vor allem von „vermögenden, alten Männern“ genutzt.

 

1 : 0 für die Schweiz würde ich sagen

2 Antworten

  1. „Spiegelleser wissen mehr. Mag ja sein, aber bekommen sie auch die Wahrheit zu lesen?“

    Zumindest anno 1973 in der 31 Ausgabe DER SPIEGEL war das noch der Fall.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41955159.html

    Archiv PDF Datei

    http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=41955159&aref=image035/E0539/PPM-SP197303100240034.pdf&thumb=false

  2. Habe die Ehre

    Das ist doch Balsam. Ein echter Kamerad und Kämpfer.

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