Griechenland – weitere 100 Milliarden EU-Hilfe ?

O. K., ein bisschen reisserisch der Titel. Fast wie aus der BILD. Aber mal ehrlich, wenn die Griechen so weitermachen wie in dem Artikel aus der heutigen FAZ beschrieben, dann Gute Nacht. Sparen tun sie ja, an Mautgebühren, Busfahrkarten und den Stromkosten. Meine Meinung: Griechenland ist abgebrannt. Der erste Sargnagel der eu. Hoffentlich folgen bald weitere in dieser Dimension damit der Wahnsinn schnell ein Ende hat.

ATHEN. Die griechische Regierung sieht sich bei ihrem Spar- und Reformkurs mit wachsenden Widerständen konfrontiert: Gewerkschaften streiken gegen Lohnkürzungen, Interessengruppen versuchen ihre Pfründe zu verteidigen, und immer mehr Bürger wehren sich gegen Preiserhöhungen. Der Konflikt eskaliert. Die anfangs eher belächelte Bürgerinitiative „Den plirono“ (Ich bezahle nicht) wird zu einer Massenbewegung. Was an den Mautstationen der Autobahnen begann, wo mancherorts bereits drei von zehn Autofahrern eigenhändig die Schranken öffnen und Gas geben statt zu bezahlen, hat inzwischen auf den öffentlichen Nahverkehr übergegriffen: in den blau-weißen Athener Linienbussen fahren nach Schätzung des Nahverkehrsunternehmens vier von zehn Fahrgästen schwarz. In den Trolleybussen sind es rund 25 Prozent, in den Straßenbahnen zehn Prozent.

Bisher bleibt das meist folgenlos. Das vorgesehene Bußgeld wird selten verhängt und noch seltener eingetrieben. Allein dem Nahverkehrsunternehmen Oasa, das die Athener Busse betreibt, entsteht durch die Schwarzfahrer jeden Tag ein Verlust von rund 100000 Euro. Weitere Einbußen verursachen die Streiks: Fast täglich, so auch gestern, stehen Busse und Bahnen zumindest stundenweise still, weil die Beschäftigten die Arbeit niederlegen.

Sie protestieren gegen die Sanierung der hochdefizitären Verkehrsbetriebe. Jetzt plant die Regierung, schweres Geschütz gegen die Schwarzfahrer und Mautpreller aufzufahren. Sie sollen strafrechtlich verfolgt werden. Unumstritten ist der harte Kurs aber nicht: Mehrere sozialistische Minister äußerten „Verständnis“ für die Zahlungsverweigerer.

Immer mehr Bürger bezahlen auch ihre Strom- und Wasserrechnung nicht mehr – teils aus Protest, oft aber auch, weil in vielen Haushalten infolge der Wirtschaftskrise das Geld knapp geworden ist. Die staatlichen Elektrizitätswerke DEI sitzen nach eigenen Angaben inzwischen auf 400000 unbezahlten Rechnungen. Etwa jeder fünfteKunde zahle erst,wenn ihm der Strom abgeschaltet werde, sagt das Unternehmen. Die Proteste weiten sich nicht nur aus, sie werden auch zunehmend militanter.

Am vergangenen Wochenende zerstörten Demonstranten mit Hämmern und Äxten zahlreiche Fahrkartenautomaten. Am Dienstag drangen Gewerkschafter in die Chefetage der U-Bahn-Gesellschaft vor, zerrten die Sekretärin des gerade abwesenden Direktors aus dem Vorzimmer und mauerten die Tür des Chefbüros mit Ziegelsteinen zu.

Die Regierung schaut tatenlos zu. <— kenn ich irgendwoher

Eine Antwort

  1. Die Griechen protestieren gegen den Sparkurs Ihrer Regierung. Genau das sollten auch die Deutschen tun. Denn die Erträge der Reformen wändern ja nun nach Griechenland oder sonstwohin…

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