Bernard Haykel (Islamwissenschaftler) über die jüngsten Revolten in Muslimistan

Al-Qaida tappt im Dunkeln – der Westen auch

SZ: Hat die Islamwissenschaft die Revolutionen in Ägypten, Tunesien, Libyen und der arabischen Welt vorausgesehen?

Bernard Haykel: Nein. Wir hatten zwar das Wachsen der Jugendblase beobachtet und wussten, dass diese neue Mehrheit der Jugend einen Weg finden würde, sich bemerkbar zu machen. Aber wir hatten angenommen, dass das über irgendeine Form des Islamismus geschieht. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass dies eine bürgerliche, westlich orientierte Jugend zwischen zwanzig und dreißig sein würde. Diese Leute waren nicht politisch. Wir dachten, das sind lediglich Leute, die sowieso Geld haben, die die guten Jobs in Dubai und Abu Dhabi kriegen. Wir sahen sie eher als verwöhnte Gören ohne jede Ideologie.

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Eine Antwort

  1. Jetzt tobt der Bürgerkrieg in Libyen. Um die Stadt Sawija nahe Tripolis tobt ein heftiger Kampf zwischen Regierungsgegnern und Rebellen. Gaddafis Truppen feuern mit schweren Waffen, beschießen eine Moschee mit Hunderten Flüchtlingen im Inneren. Doch die Aufständischen leisten Widerstand. Ich glaube nicht, dass die Menschen eine Chance haben. Sie werden alle verlieren. Leider, wieder ein Land in Elend.

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