Daimler-Chef: Türkei muss sofort in die eu

Dazu schreib ich nix. Der Sack ist ein Volksverräter.

BILD am SONNTAG: Herr Zetsche, die Euro-Krise ist vorerst unter Kontrolle, Ihre Auftragsbücher sind voll. Sprechen wir mit einem glücklichen Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG?

DIETER ZETSCHE: Uneingeschränkt: Ja! Was kann die Politik noch tun, um den Aufschwung zu verstärken und zu verstetigen? Sowohl in den USA wie in Europa stellen die hohen Staatsschulden das größte Risiko für den Aufschwung dar. Daher bleibt unverändert die wichtigste Aufgabe der Politik die Lösung der Haushaltsprobleme in den jeweiligen Ländern. Für Unternehmen wie für Staaten gilt: Der Aufschwung muss genutzt werden für die Konsolidierung der Finanzen. Wie wichtig sind jetzt Steuersenkungen? Aus meiner Sicht hat die Gesundung der Haushalte ganz klar Priorität vor Steuersenkungen. Zu wünschen wäre aber eine Vereinfachung des Steuersystems, weil sie zu mehr Effizienz und Gerechtigkeit führen würde. Sie haben in verschiedenen Teilen der Welt gearbeitet, kennen als Daimler-Chef die Märkte der Welt. Wie sicher ist unser Wohlstand in Deutschland und Europa? Das haben wir selbst in der Hand. Deutschland hat große Stärken wie die Innovationskraft und das Streben nach Qualität. Sie führen dazu, dass wir immer wieder Produkte hervorbringen, die weltweit begeistern. Und auch wenn ich damit anecke: Der gute Zustand der deutschen Wirtschaft ist ganz überwiegend das Ergebnis einer guten Managementleistung vom Mittelstand bis zu den Konzernen. Hinzu kommen die guten Rahmenbedingungen, die von der Politik vor einigen Jahren geschaffen wurden und von denen wir jetzt profitieren.

Wie wir in fünf bis zehn Jahren dastehen, hängt davon ab, ob wir heute gute oder schlechte Entscheidungen treffen. Wo sehen Sie Risiken? Der Bundestag hat in dieser Woche die Energiewende beschlossen, ohne dass die Folgewirkungen wirk- lich bekannt sind. In einem Unternehmen wie Daimler würde über eine solche Weichenstellung nur in voller Kenntnis der Alternativen entschieden werden. Sonst können wir keine fundierte Entscheidung treffen. Das habe ich beim Thema Energiewende aber noch nicht gesehen. Es ist nicht auszuschließen, dass es funktioniert, wir wissen es aber noch nicht wirklich. Die Autoindustrie gehört zu den energieintensiven Branchen. Bedeuten spürbar höhere Energiepreise, dass Jobs ins Ausland verlagert werden? Wir müssen für jede Investitionsentscheidung alle Randbedingungen berücksichtigen und dann den für das Unternehmen besten Weg beschreiten.

Dabei sind Energiekosten und Versorgungssicherheit ein wichtiger Faktor. Die Herstellung von Produkten mit höchstem Energiebedarf wie Carbonfasern oder Aluminium ist aus Kostengründen schon heute in Deutschland kaum noch möglich. Die Frage ist, ob künftig auch Produkte, die weniger energieintensiv sind, verlagert werden müssen. Generell klagt die Wirtschaft über einen Mangel an Facharbeitern. Gilt das auch für Daimler und hat das bereits Auswirkungen auf die Produktion? Wir können nach wie vor bei freien Stellen unter vielen Bewerbern aussuchen, weil die Bedingungen entsprechend attraktiv sind. Aber wir sehen die Schwierigkeiten, die zum Beispiel unsere Zulieferer mit ausreichend qualifizierten Arbeitskräften haben. Deswegen ist es lebensnotwendig für die Zukunft Deutschlands, dass wir eine aktive Einwanderungspolitik be- treiben.

Wir müssen Leistungsträger aus dem Ausland zu uns holen. Ich halte es daher aus humanistischen ebenso wie wirtschaftlichen Gründen für unverantwortlich, wenn hier ausländerfeindliche Stimmungen geschürt werden. Wir müssen ein Einwanderungsland werden. Wie stehen Sie zum EU-Beitritt der Türkei? Für mich ist es schlicht unverständlich, dass wir einen „Tigerstaat“ wie die Türkei, der vor unserer Haustür liegt und zu uns kommen will, nicht hereinlassen. Die Türkei hat alles, was wir an asiatischen oder südamerikanischen Staaten bewundern: eine junge Bevölkerung, die wissbegierig und leistungsbereit ist. Wir haben Fabriken in der Türkei, die Vorzeigewerke weltweit sind. Daraus ergeben sich riesige Wachstumspotenziale für ein etwas behäbig gewordenes Europa. Wir müssten der Türkei die Tür nach Europa ganz weit öffnen, statt immer neue Hindernisse zu errichten, bis eines Tages die Türkei sich von uns abwendet.

In Deutschland erwirtschaftet Daimler nur noch rund 20 Prozent des Umsatzes, beschäftigt aber 160 000 von weltweit 260 000 Mitarbeitern hierzulande. Kann das auf Dauer so bleiben oder ziehen irgendwann die Jobs den Märkten hinterher? Wachstum findet derzeit vor allem außerhalb von Deutschland statt. Das bedeutet, dass wir zunehmend Produktionskapazitäten und Beschäftigung im Ausland aufbauen müssen, wenn wir nahe an unseren Märkten und dort erfolgreich sein wollen. Trotzdem ist das auch für Deutschland gut, weil hier ein Teil der Wertschöpfung, zum Beispiel in Forschung und Entwicklung, stattfinden wird. Voraussetzung für den Erhalt der Jobs in Deutschland sind gute Rahmenbedingungen. Was meinen Sie damit außer den Energiepreisen konkret? Bildung, Forschung und Infrastruktur.

An erster Stelle steht da für mich die Bildung. Gemeint ist eine Bildung, die möglichst früh beginnt und alle Teile der Bevölkerung umfasst, also auch den Teil mit Migrationshintergrund. Die Rendite von Bildung ist umso höher, je früher sie beginnt. Wenn alle Kleinkinder in Deutschland unsere Sprache richtig lernen würden, würde das die Entwicklungschancen von vielen verbessern. Generell betont unser System zu stark die Herkunft der Kinder und beschränkt so ihre Möglichkeiten. Wir müssen bessere Chancen für alle schaffen. Als Besucher aus Berlin hat man den Eindruck, Türken in Stuttgart sprechen deutlich besser Deutsch als die in der Hauptstadt . . . Stuttgart ist die Stadt mit dem zweithöchsten Anteil von Migranten, hat aber keine Integrationsprobleme. Denn die Integration findet bei Porsche, Bosch und Daimler statt.

Wie sehen Sie die Entwicklung bei Daimler in den nächsten zwölf Monaten? Die Situation ist hervorragend. Wir investieren umfassend in den Ausbau unserer Kapazitäten, um die Wachstumschancen auch nutzen zu können. Könnten Sie im Moment mehr Autos verkaufen? Wir könnten von nahezu allen Baureihen mehr verkaufen, als wir produzieren können. Bei der S- Klasse fahren wir Sonderschichten im Tag- und Nachtbetrieb und es reicht einfach nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen. Wann wird Ihre Vision vom unfallfreien Fahren Realität im Straßenverkehr sein? Beim unfallfreien Fahren machen wir riesige Fortschritte. Wir schaffen immer neue Bausteine eines Sicherheitssystems um den Fahrer und die Mitfahrer herum, der Fahrer wird aber immer die Kontrolle behalten. Nur wenn er die Situation nicht mehr beherrscht, greifen die Systeme ein – aktiv wie passiv.

Ab der nächsten Autogeneration bieten wir eine Technik an, die automatisch Ausweichmanöver einleitet, wenn zum Beispiel ein Fußgänger oder Fahrradfahrer von der Seite unerwartet in die Fahrbahn kommt. In der Entwicklung ist zudem ein Boden-Airbag, der sich bei einem scharfen Bremsmanöver unter dem Fahrzeug explosionsartig entfaltet und die Bremswirkung drastisch erhöht. Ich glaube daher, dass wir in zehn Jahren das Ziel eines weitgehend unfallfreien Autofahrens erreichen können. 100-prozentige Sicherheit gibt es nie. Haben Sie Angst, dass eines nicht allzu fernen Tages Chinesen Daimler übernehmen? Ich halte es für ausgeschlossen, dass die Chinesen gegen den Wunsch Deutschlands versuchen, Kontrolle über Daimler zu bekommen. Auf der anderen Seite gehören chinesische Investoren heute schon zu den Aktionären des Unternehmens.

Ich würde es begrüßen, wenn es noch mehr werden würden. Wegen Ihres charakteristischen Oberlippenbarts nennt man Sie auch das Walross. Wie lange haben Sie den schon, und haben Sie je daran gedacht, ihn abzunehmen? Den Schnurrbart habe ich, seit ich 20 Jahre alt bin. Die Frage, ob ich ihn mir abnehme, habe ich mir nie gestellt. Ich frage mich ja auch nicht, ob ich auf den kleinen Finger verzichten will.

Bild am Sonntag, 03.07.2011

Eine Antwort

  1. Der Widerstand gegen die Nato und die chinesische Volksbefreiungsarmee wächst explosionsartig. Bald wird es unabhängige Staaten Afghanistan, Ost-Turkestan und Tibet geben. Und innerhalb Europas wächst der Widerstand gegen die Völkervermischung explosionsartig. Bei der Wahl in Berlin im September werden Ökos (nicht gemeint sind die Grünen) und Patrioten große Stimmengewinne erzielen. Später werden dann Millionen Ausländer und eingebürgerte Migranten aus Deutschland weggeschafft. Widernatürliche Homosexualität wird zurückgedrängt. Und der CSD (= Tag der Unzucht) wird abgeschafft. Die herkömmlichen Autos werden durch 1-Liter-Autos ersetzt. Und der €uro wird durch regionale Gelder mit Umlaufgebühr ersetzt. Zudem müssen alle charakterlosen Menschen kastriert oder sterilisiert werden.

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