Finanzhilfe aus China für Italien ?

Sonne, Strand, Meer, ein wolkenloser Himmel, Pizza, Pasta und natürlich auch schöne Frauen, links im Bild der schöne Rücken von Elisabetta Canalis, das alles und noch mehr lieben wir an bella Italia. Nun, das alles wird den Italienurlaubern sowie auch den Italienern erhalten bleiben. Bis auf die Sache mit dem wolkenlosen Himmel. Über dem Land brauen sich Sturmwolken zusammen, Finanzsturmwolken, wenn ich das mal so sagen darf.

SPON meint dazu:

In ihrer Finanznot sucht Italiens Regierung Verbündete in Fernost: Laut „Financial Times“ hat Rom beim chinesischen Staatsfonds CIC mehrfach vorgesprochen, es geht um den Kauf von italienischen Anleihen. Die Börsen erholen sich – obwohl es Zweifel an einer großen Rettungsaktion gibt.

New York – Hoffnung beflügelt bisweilen Kurse – das konnte man am Montag einmal mehr an den Börsen beobachten: So zogen die amerikanischen Indizes im späten Handel deutlich an, weil in der britischen „Financial Times“ („FT“) zu lesen war, Italien habe China um den Ankauf von Staatsanleihen im großen Stil gebeten. Später berichtete auch das „Wall Street Journal“ über eine mögliche Rettungsaktion aus Fernost .

 

Der japanische Leitindex Nikkei Chart zeigenlag zunächst ebenfalls leicht im Plus; der Euro legt deutlich zu. Dabei sind Umfang und Verlässlichkeit der Rettungsaktion weitgehend zweifelhaft.

Konkret berichtet die „FT“ über zwei Treffen zwischen italienischen Regierungsvertretern und Abgesandten des staatlichen chinesischen Fonds China Investment Corp. (CIC), der einen Großteil von Chinas rund 3,2 Billionen Dollar schweren Devisenreserven verwaltet.

Demnach traf sich eine vom CIC-Chef angeführte Delegation in der vergangenen Woche unter anderen mit Finanzminister Giulio Tremonti in Rom. Vor zwei Wochen hätten italienische Regierungsvertreter in Peking Gespräche beim Staatsfonds CIC sowie einer Behörde für die Verwaltung der chinesischen Devisenreserven geführt. Die „FT“ beruft sich auf italienische Regierungskreise.

Zweifel an chinesischen Zusagen

Italien ist hochverschuldet; die Verpflichtungen belaufen sich auf knapp 1,9 Billionen Euro. Das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit des Landes sinkt; die Zinsen, die die Regierung auf Staatsanleihen zahlen muss, sind bedenklich hoch. Mit zwei Sparprogrammen will Rom das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen; die Bevölkerung reagiert mit Streiks und Massendemonstrationen.

China hatte schon im April signalisiert, verstärkt Schulden der unter Druck geratenen Euro-Länder aufkaufen zu wollen – unter anderem von Portugal und Griechenland. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Die Volksrepublik hatte aber angegeben, Milliarden in Euro-Staatsanleihen investiert zu haben. Auch chinesische Politiker haben wiederholt ihre Unterstützung für die von der Schuldenkrise gebeutelte Währungsregion bekundet – nicht zuletzt weil schätzungsweise ein Viertel der chinesischen Währungsreserven in Euro-Anleihen investiert sind.

Wirtschaftsweiser warnt vor Lehman II

Dennoch gibt es Zweifel, wie umfassend die Hilfe ausfallen wird. Griechische und portugiesische Analysten sagen, dass die Hilfe aus China sich entgegen aller Beteuerungen bislang in Grenzen halte. Wie viele italienische Staatsanleihen China aufgekauft hat, ist nicht bekannt – ein italienischer Regierungsbeamter sagte der „FT“, die Summe betrage gut vier Prozent der italienischen Schulden. Das wären rund 80 Milliarden Euro.

Nach den Berichten wurden auch Rufe nach Hilfen anderer Länder laut. Japan reagierte darauf zurückhaltend. Man erwarte alle denkbaren Schritte Europas, um eine Staatspleite Griechenlands zu verhindern, sagte Finanzminister Jun Azumi. Es hänge vom Vorgehen Europas ab, ob Länder wie Japan, China oder die USA wirklich eingriffen. Japan und die USA haben selbst einen enormen Schuldenstand.

US-Präsident Barack Obama hat die Europäer ebenfalls zum entschlossenen Kampf gegen die Schuldenkrise aufgerufen. In einem Interview mit mehreren Nachrichtenagenturen, darunter die dpa, sagte Obama, im Kern gehe es jetzt darum, die Währungsunion durch eine abgestimmte Haushaltspolitik zu ergänzen. Europa verfüge derzeit zwar über eine geeinte Währung, nicht aber über eine gemeinsame Wirtschaftspolitik.

Das Schuldendrama in der Euro-Zone hatte sich am Montag noch einmal zugespitzt. Ohne neue Hilfen ist Griechenland nur noch bis Oktober zahlungsfähig. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warnte vor unkalkulierbaren Folgen. „Wenn Griechenland keine Hilfen mehr bekommt, dann gibt es eine unkontrollierte Insolvenz mit dem Ergebnis, dass das griechische Bankensystem zusammenbricht und dem Risiko einer enormen Kettenreaktion, die womöglich noch verheerender als bei der Lehman-Pleite 2008 ist“, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“.

Während die Euro-Zone um Griechenland kämpft, gibt es im ebenfalls pleitebedrohten Portugal etwas Hoffnung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) gab eine Kredittranche über knapp vier Milliarden Euro frei. Das Land habe seine Sparziele erfüllt, teilte der IWF am Montag mit. Das hochverschuldete Portugal hatte im Frühjahr ein 78 Milliarden Euro schweres Hilfspaket von EU und IWF erhalten und muss im Gegenzug seinen Haushalt sanieren.

Quelle

2 Antworten

  1. Habe die Ehre, du hast so guter Berichte. Falls DU den Twitter einschaltest weden wir die Berichte Twittern! Die sind zu gut, die muss die Welt lesen

  2. Die Chinesen werden in der Zukunft alles aufkafufen was möglich ist. Seit Jahren geht das bereist von Statten. Doch mit der EU Krise kommt das Ausmaß ans Tageslicht. In einigen Jahren ist nicht nur die schleichende Islamisierung unsere Bedrohung, sonder auch die rote Pest.

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