Kriegsministerin von der Leine schlägt wieder zu

Transportflugzeug A400M soll untauglich sein

Dazu kann man gar nix mehr sagen. Untauglich hmmm. Ich habs, auf den Fliegdingern sind wahrscheinlich nationalsozialistische Symbole aufgedruckt. Die von der Leine ist DIE Fehlbesetzung, egal in welchem Amt.

Die Bundeswehr könnte 2022 ohne Transportflugzeuge dastehen. Das legt ein interner Bericht des Verteidigungsministeriums zum neuen A400M nahe. Schuld soll Airbus sein.

Das Bundesverteidigungsministerium sieht die volle militärische Einsatzfähigkeit des Transportflugzeugs A400M wegen anhaltender technischer Probleme und vertraglicher Schwierigkeiten mit dem Hersteller Airbus gefährdet. Airbus werde nicht die nötigen Investitionen tätigen, um die erforderlichen Nachbesserungen am A400M auf den Weg zu bringen, schreibt das Ministerium im vertraulichen Teil seines Rüstungsberichts aus dem April laut der Nachrichtenagentur Reuters.

 Gründe dafür seien die Unterfinanzierung des Programms und die wegen der bisherigen Pannen und Verzögerungen ohnehin erwarteten Entschädigungsforderungen der Nationen. „Die operationelle Verwendbarkeit des Flugzeugs ist damit gefährdet“, heißt es in dem Bericht. Dies betreffe besonders die Fähigkeiten zum Absetzen von Lasten und Personal aus der Luft sowie den Selbstschutz. Airbus fordert derzeit Nachverhandlungen zum A400M-Vertrag.

Das Verteidigungsministerium wollte den Bericht nicht näher kommentieren. „Der A400M zeigt heute im täglichen Einsatz, dass er ein leistungsfähiges Flugzeug ist“, sagte eine Sprecherin. Dass er dabei noch nicht alles könne, was er nach Vertrag können solle, sei bekannt. Man würde die Projektentwicklung sehr genau beobachten. „Wenn wir Einschränkungen und Risiken erkennen, analysieren wir detailliert, was diese für uns bedeuten könnten“, sagte die Sprecherin. Der Hersteller sei ganz klar in der Pflicht, Lösungen zu finden.

Probleme ab 2021

Laut Rüstungsbericht sind die Probleme so gravierend, dass die Bundeswehr nach 2021, wenn die letzten alten Transall-Flugzeuge außer Dienst gestellt werden, ohne einen Militärtransporter dastehen könnte. „Es ist nicht absehbar, ob beziehungsweise wann und wie viele einsatzreife Flugzeuge A400M mit den vertraglich geforderten vollständigen taktischen Fähigkeiten zur Verfügung stehen werden“, schreiben die Autoren des Berichts. „Die Gesamtproblematik“ könne zu „Fähigkeitslücken im Bereich des geschützten taktischen Lufttransports führen“.

 Zu den Mängeln zählt dem Bericht zufolge, dass der A400M Fallschirmjäger bislang nicht gleichzeitig absetzen kann. Auch das Selbstschutzsystem, welches das Flugzeug vor anfliegenden Raketen schützen soll, funktioniere bislang nur eingeschränkt. „Die volle, vertraglich geschuldete Leistungsfähigkeit der Selbstschutzanlage des A400M wird nicht erreicht.“ Gerade der Selbstschutz aber sei für den taktischen Lufttransport eine grundlegende Voraussetzung.

Kritik von Airbus

Ein Sprecher von Airbus kritisierte den Bericht. „Airbus hat im letzten Jahr erhebliche Fortschritte gemacht – sowohl beim Absetzen von Fallschirmjägern als auch beim Selbstschutzsystem“, sagte er. Beide Fähigkeiten würden weiter ausgebaut. Die Bundeswehr werde auf jeden Fall das beste Selbstschutzsystem erhalten, das in der Klasse verfügbar sei. Der Chef der Airbus-Rüstungssparte, Dirk Hoke, wollte sich zum Inhalt des vertraulichen Berichts hingegen nicht äußern. „Wir sind weiter in sehr, sehr konstruktiven Verhandlungen seit der Ministerialkonferenz Ende März“, sagte er. Diese Gespräche würden mit allen Nationen sehr konstruktiv geführt.

 Der Rüstungsbericht beschreibt aber noch weitere Mankos. So etwa den erheblichen Zeitaufwand, der betrieben werden muss, um die Flüge vorzubereiten. So müssten vor jedem Flug des A400M Daten wie der Kraftstoffverbrauch berechnet und zwischen einer Vielzahl nicht miteinander vernetzter Systeme ausgetauscht werden. „Dies kann für einen Hin- und Rückflug über 50 Mann-Stunden Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen, was aus operationeller Sicht nicht akzeptabel ist und deutlich verkürzt werden muss“, heißt es in dem Dokument.

Wegen dieser langen Vorbereitungszeiten könnten derzeit unabhängig von der Anzahl der A400M nur zwei Missionen pro Woche vorbereitet werden. Kurzfristige Einsätze wie zum Besipiel die Evakuierung von Verletzten oder Katastrophenhilfe seien „ohne entsprechende Nachbesserungsmaßnahmen mit diesem enormen Vorlauf“ gar nicht durchführbar. Möglich seien solche Einsätze nur über ein Ausweichverfahren, mit dem die Flugvorbereitungen dann sechs bis zehn Stunden dauerten. Dafür müssten aber Abstriche bei der Nutzlast in Kauf genommen werden.

Die Opposition kritisiert auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). „Die Bundeswehr fliegt sehenden Auges auf eine Fähigkeitslücke zu, da der A400M die alte Transall ab 2021 nicht voll ersetzen können wird“, sagte Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner. Dies werde erhebliche Auswirkungen auf die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr haben. Die Verteidigungsministerin habe es nicht geschafft, das Programm auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. Der Bericht zeige, dass die vielen, teils gravierenden Probleme andauerten.

QUELLE

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